Boardercrosser heiß auf Heimweltcup

Ziemlich genau ein Jahr nach der gelungenen Premiere am Seebuck Feldberg gastiert der Weltcup-Zirkus zum zweiten Mal in der Geschichte im Hochschwarzwald, um vom 10. bis 12. Februar 2017 den vierten Snowboardcross-Stopp der Saison zu bestreiten.

Insgesamt stehen zwei Rennen der spektakulären Disziplin auf dem Programm, die nach den beiden Events 2003 und 2004 in Berchtesgaden sowie der Vorjahresveranstaltung am Feldberg nun zum vierten Mal auf Weltcup-Niveau in Deutschland stattfinden.

Allerdings mit einer im Vergleich zum Vorjahr entscheidenden Veränderung: die Rennen werden nicht im Sprint-Format ausgetragen, sondern auf einem deutlich verlängerten Kurs.

Der wurde nach dem Besuch der Skicross-Gemeinde vergangenes Wochenende bereits umgebaut bzw. auf die Anforderungen der Snowboarder angepasst, sodass einem ähnlich gut besuchten Spektakel wie 2016 mit Zieleinlauf auf dem Resihang nichts mehr im Wege steht.

 

Dementsprechend heiß sind die deutschen Starter, allen voran der in dieser Saison konstanteste Rider Martin Nörl (Adlkofen, 23), der im Vorjahr in den beiden Rennen 27ter bzw. 45ter wurde:

„Ich möchte ein gutes Rennen fahren. Ich habe aber keine genaue Platzierung im Kopf. Ich freue mich auf das Heimrennen, werde aber versuchen, es so anzugehen, wie jedes andere Rennen auch.“

Paul Berg (Konstanz, 25), der zweite arrivierte Weltcup-Starter vom Team Snowboard Germany, das auf Konstantin Schad (Fischbachau, 29) nach dessen Bandscheiben-OP verzichten muss, ist erstmals beim Heimweltcup dabei, nachdem er im Vorjahr aufgrund seines Kreuzbandrisses zum Zuschauen verdammt gewesen war. „Ich habe da voll Bock drauf. Ich bin zwar immer noch auf dem Weg zurück, aber es wäre sicherlich ein toller Zeitpunkt, einen weiteren großen Schritt zu machen. Heimrennen, das ist schon eine große Motivation, vor allem, wenn man gesehen hat wie es grade in Bansko war, wie toll das Ganze vor Heimpublikum ist.“

 

Das erfahrene Duo wird darüber hinaus von einigen Talenten ergänzt.

Mit Sebastian Pietrzykowski (Albstadt, 18) geht ein Talent aus der Region ins Rennen, das 2015 jeweils Vize-Juniorenweltmeister im Einzel- als auch Team-Snowboardcross geworden ist. Damals mit Leon Beckhaus (München, 18) an seiner Seite, der als amtierender Deutscher Meister ebenfalls am Feldberg mit dabei ist. Genau wie Florian Gregor (Frontenhausen, 19) und Maximilian Rathgeb (Feldkirchen-Westerham, 18) sowie die Deutsche Meisterin Jana Fischer (Bräunlingen, 17), die zu ihrem Weltcup-Debüt kommen wird und Hanna Ihedioha (Geisenhausen, 19).